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Reisebericht (Februar 2009) |
Am 12. Februar 2009 startete ich von Düsseldorf Richtung Chennai. Dort wollte ich Guido Falkenberg treffen, den Beauftragten der Kindernothilfe (KNH) für Südindien. Ich hatte mir vorgenommen, mit ihm diese Region zu bereisen, um für unsere Gruppe neue Einsatzpläne zu finden. Wie immer klappte die Abholung am Flughafen wunderbar. Es ist immer ein sehr beruhigendes Gefühl, wenn dort jemand mit einem großen Schild steht, welches Deinen Namen trägt! Vom nächsten Tag an starteten wir ein umfassendes Programm, welches mich auch zu einzelnen Projekten führte, die unter der Schirmherrschaft der KNH laufen. Es war sehr angenehm zu sehen, wie gut Herr Falkenberg „seine“ Inder im Griff hat und wie engagiert diese Inder die Projekte betreiben. Besonders interessant waren die Zugfahrten. Das Gewimmel auf den Bahnhöfen mit völlig überforderten Sicherheitskräften kann man sich kaum vorstellen. Die Reservierungen in der „zweiten Klasse mit AirCon“ klappten hervorragend. Zu Essen und zu Trinken gab´s reichlich. Vijayawada war der erste Standort, den Falkenberg für uns ausgesucht hatte. Hier möchte der sehr engagierte Bischof eine neue Poliklinik ins Leben rufen. Dort existiert viel guter Wille, aber so gut wie noch keine „Hardware“! Was die Zahnstation betrifft, so ist es ein sehr großer Vorteil für die Zukunft, dass dort eine indische Kollegin angestellt ist und mehrere Jahre dort arbeiten möchte. Die Zahnstation wird sicher dem gesamten Projekt zum Start verhelfen! Diesmal also startet die Zahnmedizin die Poliklinik. Im Umkreis zu dieser Station sind etwa 1000 bis 1250 Kinder unter dem Sponsoring der KNH, also zu tun ist genug! Auf einen guten Start! Weiter ging´s mit Flug und Zug nach Hyderabad, unterwegs noch mit der festlichen Grundsteinlegung für ein neues Heim, welches ein Rechtsanwalt mit enormen Durchsetzungsvermögen vorantreibt. Er selbst war einmal ein „KNH-Kind“ und setzt sich deshalb umso mehr ein. In Ranipet hatte ich dann die große Aufgabe, die neu renovierte Zahnstation einweihen zu dürfen. Durch die Gelder der „Zahnärzte für Indien“ wurden die Instandsetzungsarbeiten inkl. einer Klimaanlage bezahlt. Dies war nun ein großer Akt mit vielen Gebeten, Danksagungen und (sehr gut riechenden) Rosengirlanden. Es war das erste und sicher auch das letzte Mal, dass ich mit einem Scherenschnitt etwas einweihen durfte! Der indische Kollege, der dort ständig angestellt ist, macht einen sehr gut ausgebildeten Eindruck und war sichtlich stolz, dass er in solch „nobler“ Praxis arbeiten kann.
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