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Mein erster Einsatz als ZMP in Südindien (Januar 2010) |
| Am 03.01.2010 begann mein erster Einsatz für die „Zahnärzte für Indien“ und die Kindernothilfe in Südindien. Ein kleiner Rückblick:: Für mich war nach meiner Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten schon klar, dass ich einmal mit dem, was ich kann und gelernt habe, Gutes tun möchte. Nach meiner Ausbildung 2008 zur Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin fühlte ich mich endlich der Aufgabe gewachsen und schnell war mir klar, dass es Indien sein muss. Es ist ein undefinierbares, mystisches und interessantes Land. Also durchsuchte ich das Internet nach Hilfsprojekten und bin so auf die „Zahnärzte für Indien“ gestoßen und in Kontakt mit Dr. Rainer Klesper getreten. Nach einigen E-Mails bekam ich die Einladung von Dr. Klesper nach Düsseldorf zum Jahrestreffen, um dort weitere Zahnärzte kennen zulernen und um erstmal zu schauen, ob die anderen Zahnärzte auch eine ZMP mitnehmen würden. Dies wurde zum Glück gut angenommen und so stand mir nichts mehr im Wege. Ein Jahr später nachdem zweiten Treffen lernte ich dann Dr. Kanne kennen. Reisezeit und persönliche Einstellungen passten und so war schnell beschlossen, dass ich mit Ihm fahren dürfte. Nach der ersten Vorfreude wuchsen dann aber schnell die Angst und der Respekt vor der Aufgabe. Dr. Kanne versuchte mich so gut wie möglich vorzubereiten. Mit vielen Telefonaten und mehreren Vorbereitungstreffen mit Fotos schauen und Berichten lesen von den Einsätzen der Vorjahre. Trotz allem war es schwer sich vorzustellen, was einen wirklich erwartet. Interessant war auch die Vorbereitung für den Einsatz. Es war neu für mich, mich mit Freunden, Vertretern und Firmen für etwaige Spenden auseinanderzusetzen und auf so viel positive Resonanz zu stoßen. Was letztendlich für ordentliches Gewicht beim Gepäck sorgte. Als es dann am 03.01.2010 losging, war ich sehr aufgeregt und hatte nun wirklich gar keine Ahnung mehr, was mich erwarten würde. Die Ankunft in Bangalore war sehr nett und herzlich organisiert von CCCYC. Nichts war unmöglich, nach besten Kräften wurde alles organisiert, was wir brauchten. Von den Übernachtungsmöglichkeiten war die Umgewöhnung im CCCYC Gebäude zum Glück noch nicht so stark. Wobei alles andere sehr auf einen eindrang. Ich glaube, ich stand mindestens drei Tage unter Kulturschock und konnte erst so richtig nach dem dritten Heimbesuch auftauen. Mein erster Eindruck von Indien war, dass es sehr laut war, viel Smog, viele viele Menschen, Dreck, überall Rauch und kleine Feuer und am schlimmsten war, dass man sich so anders fühlte und ständig angestarrt und angefasst wurde. Das war eine ganz neue Erfahrung. Auch die weiteren Reisen waren super organisiert. Nach zwei Tagen in Bangalore ging es dann weiter nach Ranipet. Auch dort war der Empfang mehr als herzlich. Dort erwartete uns ein richtiges Empfangskomitee von Mr. Augustin, Mr. Dewerage, Dr. Sam und Mr. Monosami. Dort haben wir dann im Hospital übernachtet und nach der ersten Besichtigung war ich mehr als geschockt. Alles war anders und auch hier musste man seine europäische Denkweise „zurückschrauben“. |